Hilfe für Frauen

Notübernachtung für Frauen

Wohnungslose Frauen werden in Bereichen der Wohnungsnotfallhilfe und in der Gesundheitsversorgung zunehmend in ihrer Existenz wahrgenommen. Die unterschiedlichen Ursachen weiblicher Wohnungslosigkeit sowie die Lebenssituationen und Versorgungsbedarfe der Frauen werden verstärkt erkannt und zur Begründung einer geschlechtsspezifischen Praxisgestaltung herangezogen. Betroffene Frauen pendeln häufig zwischen den Einrichtungen des Gesundheits- bzw. Sozialsystems, bleiben lange verdeckt wohnungslos oder mit ihren komplexen Problemlagen unversorgt. Fallzahlen im frauenspezifischen Bereich der Wohnungsnotfallhilfe zeigen bundesweit einen Anstieg an psychisch auffälligen bis chronisch erkrankten Frauen.

Die GEBEWO (im Verbund) hat das Netz frauengerechter Hilfen systematisch aufgebaut und weiterentwickelt. Eine wichtige Säule in unserem Hilfesystem ist die ganzjährig geöffnete Notübernachtung für Frauen in Berlin – Mitte, die dieses Jahr ihr 10- jähriges Jubiläum feiert. Wichtige Impulse aus der Arbeit in der Notübernachtung führten zu innovativen Ideen in der Wohnungsnotfallhilfe und nicht zuletzt zu neuen frauenspezifischen Angeboten wie das FrauenbeDacht und das FrauenBewegt.
Mit dem Start der „Psychologische Beratung für wohnungslose Frauen" in Erstaufnahmeheimen bzw. Einrichtungen nach dem Allgemeinen Sicherungs- und Ordnungsrecht (ASOG) bietet die GEBEWO pro erstmalig regelfinanziert ein Angebot für psychisch erkrankte Frauen an.

Mit einem ressourcenorientierten Ansatz, einem grundsätzlichen Vertrauen in die Stärken der oft traumatisierten Frauen und einer niedrigschwelligen Beratungsform, wird es Betroffenen ermöglicht psychologische Unterstützung wahrzunehmen und sich über weiterführende Hilfen im sozialpsychiatrischen Versorgungssystem zu informieren.